Presse Leserinnenbrief zum ME-Artikel 17.04.2012 „Herdprämie oder faire Anerkennung?“

Pro und Kontra Betreuungsgeld – zunächst positiv ist zu vermerken, dass das Main-Echo
unterschiedliche Aspekte zu diesem Thema aufzeigt.

Wir von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Aschaffenburg stehen
dazu, dass unsere Kinder alle gesund, fröhlich und altersgerecht spielen, lernen, aufwachsen
und soziale Kontakte finden dürfen. Wir sind aber der Meinung: Kinder brauchen
Kinder – gerade in unserer Ein-Kind-Gesellschaft. Bezugspersonen sind fraglos entscheidend,
um Bindungen aufzubauen – das muss aber nicht allein die Mutter sein. Für eine
stabile Eltern-Kind-Beziehung ist auch nicht allein die Dauer der miteinander verbrachten
Zeit entscheidend, sondern vielmehr die Qualität und Zuwendung.
Übrigens: Wo bleibt eigentlich der Protest der Väter? Bleiben sie doch angesichts der Argumentation
der Pro-Redakteurin weitgehend außen vor! Nach wie vor ist es Entscheidung
der Eltern, ob sie ihr Kind in eine frühkindliche Betreuung geben. Nur
– soll das staatlich gefördert werden, noch dazu in einer Höhe, welche die von konservativer
Seite vorgebliche Anerkennung der Familien wahrhaftig nicht ausdrückt?
Auch in Bayern gibt es ein Kindergarten-Bildungsgesetz, das die frühkindliche Bildung
und Entwicklung zum Auftrag hat – nämlich Kinder in ihrer sprachlichen, motorischen,
emotionalen und sozialen Entwicklungsphase gezielt zu fördern. Wo kann das besser
geschehen, als durch pädagogisch gut ausbildete ErzieherInnen? Warum wird hier ein
Widerspruch aufgebaut zwischen familiärer Bindung und einer gezielten Betreuung in der
Kita? Kann sich beides nicht ergänzen? Davon profitieren übrigens nicht nur die Kleinen
aus dem viel zitierten „sozial schwachem Milieu“ oder der MitbürgerInnen mit „Migrationshintergrund“!
Nicht zuletzt sprechen wir SPD-Frauen uns deshalb nicht nur für ein beitragsfreies
letztes Kindergartenjahr aus. Mittelfristig sehen wir die Notwendigkeit für einen
kostenlosen, aber damit verpflichtenden Kindergartenbesuch. Unzulässig finden wir übrigens
auch einen Zusammenhang herzustellen zwischen der Zunahme sprachauffälliger
Kinder und der Betreuung in Krippen. Wer sich in Krippen umschaut, welche kreative und
gezielte Förderung die Kleinsten erhalten, kann eine solche Vermutung nicht ernsthaft
einbringen.
Aus gleichstellungspolitischer Sicht hätte das Betreuungsgeld einen fatalen Effekt:
Es würde nämlich die „klassische Rollenverteilung“ zementieren: Berufsausstieg für
junge, gut ausgebildete Frauen – und damit auch zukünftig Lohnunterschiede („Risiko“
Kind liegt allein bei der Frau, auch das ist eine Ursache für die noch immer existierenden
Lohnlücke von 23 % in Deutschland), niedrigen Renten und Altersarmut von Frauen.
Politisches Ziel muss es daher nach Meinung der SPD-Frauen sein – über das aktuelle
Dilemma um das Betreuungsgeld hinaus– endlich über Arbeitszeitverkürzung
nachzudenken, damit Mütter und Väter sich gleichberechtigt und verantwortlich Beruf,
Familienarbeit und Kindererziehung teilen können. Das Betreuungsgeld ist hierzu jedenfalls
das falsche Mittel, denn es geht an den Bedürfnissen von Familien und Frauen
vollkommen vorbei.
AsF Stadt und Kreis Aschaffenburg
Goldbacher Str. 15, 63739 Aschaffenburg
Elena Brunner
Anita Peffgen-Dreikorn
Ellen Glaab-Göls
Elisabeth Henrich
Barbara Kuchenbuch
Cristina Lange
Evelyn Marramá
Britta Rothmann

Veröffentlicht am 01.05.2012

 

Familie JA zu mehr Kinderbetreuung! Nein zum Betreuungsgeld

https://petition.bayernspd.de/mitmachen/unterzeichnen/

Bitte zahlreich unterschreiben!!!!

Veröffentlicht am 20.04.2012

 

Soziales & Familie http://nichtmeineministerin.de

KRISTINA SCHRÖDER? NICHT MEINE MINISTERIN!
Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten!
Wenn Sie gemäß Ihrer individuellen Überzeugung weiterhin vorhaben, die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die aktuelle Lage der Frauen in unserem Land zu leugnen, bitten wir Sie von ganzem Herzen: Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!

Veröffentlicht am 20.04.2012

 

Soziales Amesty International und Menschenrecht

öffentliche Veranstaltung am
Samstag den 12. Mai 2012
um 15.00 Uhr
im Pfarrsaal Mömbris/Niedersteinbach

Veröffentlicht am 20.04.2012

 

Allgemein Der neue AsF Vorstand

v.l.n.r. Britta Rothmann, Cristina Lange, Anita Peffgen- Dreikorn (Vorsitzende), Elena Brunner (Vorsitzende), Anna Pufe, Ellen Glaab-Göls, Barbara Kuchenbuch, Tanja Held, Linda Ersing

Veröffentlicht am 27.01.2012

 

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